Cala Sant Vicent

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Obwohl die Hotelkomplexe am Strand auf den ersten Blick das Bild stören könnten, ist diese Bucht durchaus reizvoll. Nicht nur wegen des feinen Sandstrandes und des traumhaften Wassers, das von hellem Türkis bis zu tiefem Blau schimmert, sondern vor allem wegen des Hinterlandes. Schon die Anreise über die ungewöhnlich kurvenreichen Straßen von Sant Carles oder Sant Joan aus ist ein Erlebnis. Der Geist der karthagischen Göttin Tanit, deren einstige Kultstätte nur wenige Kilometer entfernt auf einer Anhöhe liegt, schwebt über der gesamten Bucht.

Vor allem der lange Sandstrand bietet Familien mit Kindern ungetrübtes Badevergnügen. Wie die „Cala Portinatx“ ist auch die „Cala Sant Vicent“ vorwiegend auf den Sommertourismus eingestellt, im Winter ist sie meist menschenleer und bei Einheimischen beliebt.
Zahlreiche Geschäfte versorgen die Urlauber mit allem, was sie für den Strandtag benötigen. Der Strand ist gepflegt und verfügt über Duschen und Toiletten. Ein Volleyballfeld für Sportfans ist vorhanden.

Diverse Bars und Restaurants kümmern sich um das leibliche Wohl der Besucher, ein Supermarkt und Souvenirläden fehlen nicht. An der linken Seite der Bucht ist die bewaldete und mit Villen bebaute Punta Grossa zu sehen, in der Ferne reicht der Blick bis zur Felseninsel Tagomago. Wer es urig mag, legt sich auf der rechten Seite bei den romantischen Bootshäusern in den feinen Sand.

Bei starkem Ostwind ist mit der Eintrübung des Wassers zu rechnen, Algen könnten angeschwemmt werden, aber sie werden hier sofort beseitigt. Wobei vielleicht grundsätzlich einmal anzumerken wäre, dass Algen sich positiv auf die Stabilität des Sandsediments auswirken, und dass es eigentlich nicht ratsam ist, sie sofort zu räumen.

Ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten sind vorhanden, allerdings könnten diese in der Hochsaison mal knapp werden.

Wer sich für Kulturelles interessiert, sollte auf seinem Weg in die Cala Sant Vicent einen Stopp an der „Cova des Cuieram“ machen. Diese Höhle war eine Opfer- und Kultstätte der karthagischen Göttin Tanit. Sie ist erst seit kurzem wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Da sie aber mitten in einem Waldgebiet liegt, lohnt der Besuch schon wegen der reizvollen Umgebung. Der Weg zur Tanit-Höhle ist gut ausgeschildert.
Außerdem hat das Rathaus Sant Joan die Höhle jetzt wieder zur Besichtigung freigegeben.